Digitales Community Policing

Polizistinnen und Polizisten in den sozialen Netzwerken


Um auch auf Facebook und Twitter als Polizistinnen und Polizisten „auf Streife" zu sein, hat die Polizei Niedersachsen - deutschlandweit bislang einmalig - auch die Möglichkeit geschaffen, personifizierte Accounts auf Twitter und Facebook zu betreiben. Gemeint ist damit ein sogenanntes digitales Community Policing, welches in England und den Niederlanden bereits seit 2013 zum Verständnis einer modernen Polizeiarbeit gehört. Über personifizierte Accounts auf Facebook, Twitter und sogar YouTube betreuen dort einzelne Polizistinnen und Polizisten „ihre Community vor Ort" in Ergänzung zu ihrer reellen Aufgabenwahrnehmung.

Für die Polizei Niedersachsen ist dieses Terrain neu, vergleichbare Accounts gibt es in anderen Bundesländern (noch) nicht. Insgesamt betreuen in Niedersachsen bislang drei Polizeibeamtinnen bzw. -beamte jeweils ihre Accounts auf Twitter und Facebook.

Polizeidirektor Johannes Lind als Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Leer/Emden hat auf Facebook bereits 3.000 Fans, auf Twitter sind es schon mehr als 1.000 Follower. Herr Lind ist virtuell bereits seit dem 6. Oktober 2016 persönlich als Polizist aktiv.


Polizeidirektor Johannes Lind auf Facebook  


Der zweite Pionier in diesem Bereich ist Polizeikommissar Sascha Becker aus Osnabrück, der in seiner Funktion als Einstellungsberater für die Polizei Niedersachsen auf diesem Weg der persönlichen Ansprache mit Interessierten am Polizeiberuf in Kontakt tritt und sich mit diesen aufFacebook und Twitter vernetzt.


Polizeikommissar Sascha Becker auf Twitter

Seit Kurzem ist nun auch Svenia Temmen von der Polizei Emden/ Leer als Community Polizistin auf Facebook aktiv und informiert über verschiedene Belange der Prävention.

Hervorzuheben ist an dieser Stelle, dass - neben dem dienstlichen Erfordernis als Voraussetzung - für alle Polizistinnen und Polizisten, die ein solches digitales Community Policing betreiben, immer die Freiwilligkeit und auch die Freude am direkt-virtuellen Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern im Vordergrund stehen sollte. Denn nur in Verbindung mit einem gewissen Maß an Offenheit, Sensibilität und Vertrauen kann dauerhaft ein engagiertes, persönliches Auftreten in den sozialen Netzwerken den Bürgerdialog stärken. Einen behördlichen Sprachgebrauch werden die Fans und Follower auf Facebook und Twitter bei der Polizei Niedersachsen daher - lageangepasst - nur im Einzelfall vorfinden. Die Polizei Niedersachsen wird dadurch noch viel nahbarer und erlebbarer als noch vor einigen Jahren.

Im Zusammenspiel mit den Accounts der Polizeidienststellen schafft digitales Community Policing ein regionales Angebot, von dem Bürgerinnen und Bürger sowie die (örtliche) Polizei gleichermaßen profitieren. Die Polizei erhält auf diese Weise wertvolle Tipps und Anregungen aus der Bevölkerung und kann entsprechend schnell reagieren. Und die Bürgerinnen und Bürger finden „ihre" Polizei nun auch verstärkt direkt dort vor, wo sie sich im Laufe des Tages häufig aufhalten: Facebook und Twitter. Und sie erhalten polizeiliche Informationen ungefiltert direkt von der Polizei. Diese nochmals verstärkte Transparenz schafft wichtiges Vertrauen zwischen Polizei und Bevölkerung und trägt zur „Gemeinschaft" vor Ort bei. Die örtlichen Kontaktbereichsbeamtinnen und -beamte werden durch digitales Community Policing ergänzt und nicht ersetzt.

Eine Übersicht der aktuellen Accounts sehen Sie hier:

Digitales Community Policing in der Polizei Niedersachsen

Digitales Community Policing in der Polizei Niedersachsen PK Sascha Becker (Facebook) PK Sascha Becker (Twitter) Johannes Lind (Twitter) Johannes Lind (Facebook) Svenia Temmen (Facebook)
Artikel-Informationen

29.09.2017

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